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Der Lärmschutz der Beschäftigten

Wenn sich eine Lärmschwerhörigkeit entwickelt hat, ist es meist zu spät um zu erkennen, wie gefährlich Lärm sein kann und wirklich ist. Daher ist es Ziel die Lärmbelastung der Beschäftigten so gering wie möglich zu halten.

Ein Sea Lynx Hubschrauber schwebt über der Landeplattform eines Schiffes der Bundeswehr.
Spannend aber auch laut (Quelle: Bundeswehr/Marcel Kröncke)

Lärm begegnet uns alltäglich in nahezu jeder Lebenssituation. Einen erheblichen Teil unseres Lebens verbringen wir am Arbeitsplatz. Dies bedeutet, dass wir auch hier regelmäßig den störenden, wenn nicht gar schädlichen Einflüssen von Lärm ausgesetzt sind. In Deutschland sind davon rund 4-5 Millionen Menschen betroffen. Oftmals wird nur die unmittelbare Schädigung des Gehörs bei großer oder regelmäßiger Lärmeinwirkung betrachtet. Doch auch verhältnismäßig niedrige Schallpegel können die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen und zu langfristigen Folgen wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

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Vielfältige Lärmquellen

Ein Schiffstechniker der Bundeswehr kontrolliert die Anzeigen an einem Schiffsmotor.
Arbeiten nur mit Lärmschutz möglich (Quelle: Bundeswehr/Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Die Bundeswehr verfügt über eine Vielfalt an unterschiedlichen Arbeitsplätzen. Von Büros, über Werkstätten und Instandhaltungsbereichen bis hin zur Arbeit auf Flugplätzen ist alles vorhanden. Die Lärmeinwirkung am Arbeitsplatz kann dabei unterschiedliche Formen annehmen.

Hohe Schallpegel können bei der Bundeswehr unter anderem bei der Schießausbildung, aber auch für Piloten und Bodenpersonal beim Betrieb von Flugplätzen auftreten.

Mittlere Schallpegel entstehen bei der Bundeswehr zum Beispiel bei der Nutzung und Instandsetzung von Schiffen und gepanzerten Fahrzeugen oder in den Bundeswehr-Dienstleistungszentren durch handwerkliche Arbeiten mit lärmintensiven Maschinen (Tischlerei oder Metallwerkstatt).

Geringe Schallpegel sind typisch für Büroarbeitsplätze an denen durch Telefonklingeln, Gespräche im Hintergrund oder ähnliches die Konzentrationsfähigkeit der Beschäftigten (sehr) stark beeinträchtigt werden kann.

Aus diesen Gründen können Schädigungen durch Lärm am Arbeitsplatz als Berufskrankheit anerkannt werden. Damit es jedoch gar nicht erst dazu kommt, dauerhaft geschädigt zu werden, gibt es ein umfassendes Gesetzes- und Regelwerk, um die Beschäftigten zu schützen. EU-Vorgaben zum Lärmschutz sind in Deutschland mittels der Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung umgesetzt. Sie wird durch zahlreiche weitere zivile Regelungen und bundeswehreigene Vorschriften ergänzt.

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Der passende Schutz

Ein Porzellankopf mit Kopfhörern und verschiedene Gehörstöpsel vor einem Hintergrund in Flecktarn.
Verschiedene Möglichkeiten des persönlichen Gehörschutzes (Quelle: Bundeswehr/WTD 91)Größere Abbildung anzeigen

In erster Linie liegt es in der Verantwortung des Arbeitgebers und der Vorgesetzten, die Soldaten und Beschäftigten vor zu hoher Lärmeinwirkung zu schützen. Dabei können verschiedene Schutzmaßnahmen in Betracht kommen. Sie reichen von der Beschaffung leiserer Maschinen über organisatorische Maßnahmen, wie die Begrenzung der Arbeitszeit unter Lärmeinfluss, bis zum persönlichen Schutz der Mitarbeiter durch Gehörschutzmittel.

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Stand vom: 03.04.2019 | Autor: 


https://www.iud.bundeswehr.de/portal/poc/iudbw?uri=ci%3Abw.iudbw.aktuell.tglaerm.laermschbw.perslaermschutz