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Das Lärmmanagement der Bundeswehr

Das Lärmmanagement in der Bundeswehr ist Teil der Planungen beim Neubau und beim Betrieb von militärischen Schießplätzen und Schießanlagen. Hierbei soll eine „erhebliche“ Belästigung der Nachbarschaft und der Allgemeinheit durch Schießlärm vermieden und gleichzeitig der Übungsbetrieb im notwendigen Maß gewährleistet werden.
 

Luftaufnahme von der Baustelle einer Schießanlage der Bundeswehr.
Bau einer Schießanlage nach optimiertem Konzept (Quelle: Bundeswehr/Peter Wolff)

Der militärische Betrieb von Schießplätzen und Schießanlagen kann Lärm verursachen. Die Bundeswehr hat dabei die Verantwortung Schäden für die Umwelt zu vermeiden. Um den Schutz vor Schallimmissionen in der Nachbarschaft sicherzustellen bedarf es konkreter Konzepte und geeigneter Beurteilungsverfahren. Die physikalisch-akustischen Besonderheiten der unterschiedlichen Geräuschquellen bei der Geräuschentstehung, Schallausbreitung und Wirkung in der Nachbarschaft müssen berücksichtigt werden. Besonderheiten in der Beurteilung ergeben sich speziell aus der Art und Weise wie Schießplätze der Bundeswehr im Vergleich zu Schießanlagen betrieben werden und welche rechtlichen Anforderungen jeweils bestehen. Während auf Schießplätzen vornehmlich großkalibrige Waffensysteme wie Panzer zum Einsatz kommen, wird auf Schießanlagen mit kleinkalibrigen Handfeuerwaffen geschossen.

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Lärmmangement als Teil der Übungsplanung

Digitale Karte eines Truppenübungsplatzes mit verschiedenen Lärmquellen.
WinLarm zeigt die Ausbreitung von Lärm auf dem Übungsgelände (Quelle: Bundeswehr/BAIUDBw GS II 2)

Statische Beurteilungsverfahren können die unterschiedlichen Emissionssituationen an unterschiedlichen Emissionsorten auf einem Schießplatz nicht ausreichend berücksichtigen. Das Lärmmanagement ist daher ein verbindlicher und dynamischer Bestandteil der Betriebsführung im täglichen Betrieb. Das Ziel des Lärmmanagements ist es, den militärischen Ausbildungs-, Übungs- sowie den Erprobungsbetrieb auf Schießplätzen zu gewährleisten und dabei den Schießbetrieb so zu steuern, dass die Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes zum Schutz der Nachbarschaft erfüllt werden. Die Lärmprognosen und Bewertungen erfolgen mit der Prognosesoftware WinLarm©.

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Lärm vermeiden bevor er entsteht

Schematische Darstellung einer Schießanlage in der Software Propper.
Darstellung einer Schießanlage in Propper (Quelle: Bundeswehr/Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Da die Emissionssituationen in Schießanlagen eher statisch sind, können durch gezielte bauliche Lärmschutzmaßnahmen Schießanlagen so konstruiert und gebaut werden, dass schädliche Schallimmissionen auf die Nachbarschaft vermieden werden. Mit der Prognosesoftware PROPPER© werden die Lärmbelastungen an einem Immissionsort für verschiedene Varianten baulicher Lärmschutzmaßnahmen verglichen, bevor eine Schießanlage oder baulicher Lärmschutz gebaut wird.

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Stand vom: 03.04.2019 | Autor: 


https://www.iud.bundeswehr.de/portal/poc/iudbw?uri=ci%3Abw.iudbw.aktuell.tglaerm.laermschbw.laermmgmt