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Die Immissionsmessstelle der Bundeswehr

Lärm kann die Umwelt stören, die Gesundheit gefährden oder sogar schädigen. Um dies verhindern zu können, ist es notwendig zu wissen welche Geräuschimmissionen beim Betrieb der durch die Bundeswehr genutzten Liegenschaften entstehen. Dafür wurde die Immissionsmessstelle der Bundeswehr (ImMStBw) im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) eingerichtet

Zwei parkende Kleintransporter, ein Mikrofon auf einem Stativ und eine Wettermessstation.
Messpunkt mit Wetterstation (Quelle: Bundeswehr/Marcello Gagliardi)Größere Abbildung anzeigen

Die Bundeswehr betreibt zahlreiche genehmigungsbedürftige und nicht genehmigungsbedürftige Anlagen gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und muss dabei ein hohes Schutzniveau gewährleisten. Die ImMStBw für Geräusch und Erschütterungsmessungen unterstützt durch gezielte Messungen bei der Erfüllung und Umsetzung der Schutzziele des BImSchG.

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Geräuschmessungen bei Schießen und Sprengungen

Rauchwolke nach einer Sprengung auf einem Truppenübungsplatz.
Sprengung auf dem Truppenübungsplatz Heuberg (Quelle: Bundeswehr/Joachim Vogel)Größere Abbildung anzeigen

Es ist die Aufgabe der ImMStBw, zu ermitteln, welche Schallpegel zum Beispiel beim Schießen von Handwaffen und Großkalibern oder bei Sprengungen auf Standortübungsplätzen (StOÜbPl), Truppenübungsplätzen (TrÜbPl) oder beim Betrieb von Standortschießanlagen (StOSchAnl) entstehen. Bei Richtwertüberschreitungen müssen entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, da sich auch die Bundeswehr an gesetzliche Vorgaben halten muss.

Eins Soldat misst mit einem Messgerät die Lautstärke beim Schießen auf einem Schießplatz.
Messung auf einer Schießplatz (Quelle: Bundeswehr/Ilja Derstroff)Größere Abbildung anzeigen

Dazu fährt das Personal der ImMStBw je nach Messumfang mit ihren speziell dafür ausgerüsteten Messfahrzeugen deutschlandweit zu den Einsatzorten. Dort werden nach einer Vorerkundung durch den jeweiligen Leiter der Messkampagne die immissionsrelevanten Messpunkte durch das Messpersonal besetzt. Mit hochempfindlichen Schallpegelmessern (Mikrofonen) nehmen die Messtechniker und -ingenieure die Immissionen am Messpunkt auf, die nach Abschluss der Messreihen in speziell dafür eingerichteten Laboren ausgewertet werden.

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Messungen am Arbeitsplatz

Verschiedene Mikrofone und akkustische Messinstrumente.
Messgeräte der Immissionsmessstelle (Quelle: Bundeswehr/Marcello Gagliardi)Größere Abbildung anzeigen

Weiterhin unterstützt die ImMStBw auch im Arbeitsschutz durch Messungen und Beurteilungen von Arbeitsplätzen den Gesundheitsschutz der Beschäftigten betreffend. Diese Aufgabe wird sowohl im Inland als auch im Ausland durchgeführt. Dazu ermittelt das Personal der ImMStBw die jeweiligen Schallpegel an den Arbeitsplätzen. Für Beschäftigte, die an mehreren lärmbelasteten Arbeitsplätzen tätig sind, werden spezielle Personendosimeter genutzt, die die Schallpegel auf Ohrhöhe des Bundeswehrangehörigen aufnehmen. Die aus diesen Messungen erzeugten Messberichte helfen zum Beispiel Dienststellenleitern oder den Fachkräften für Arbeitssicherheit bei der Festlegung von geeigneten Schutzmaßnahmen. Die ImMStBw berät die Beschäftigten und Vorgesetzen auch bei der Auswahl von geeignetem Gehörschutz. Die ImMStBw trägt mit ihrem Fachpersonal und der aufwendigen Messtechnik dazu bei, gesetzliche Forderungen zu überprüfen und einzuhalten. 

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Erschütterungsmessungen

Ebenso werden durch die ImMStBw Erschütterungsmessungen durchgeführt. Sie helfen, dass Gebäude in der Nähe der Bundeswehranlagen nicht beschädigt oder die Anwohner belästigt werden. Auch der besonderen Schutzbedürftigkeit, zum Beispiel denkmalgeschützter Gebäude wird so Rechnung getragen. Die angefertigten Messberichte dienen als Grundlage zur Prüfung ob der Betrieb der Anlagen zulässig ist oder als begründende Unterlage in Genehmigungsverfahren.

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Stand vom: 17.04.2019 | Autor: 


https://www.iud.bundeswehr.de/portal/poc/iudbw?uri=ci%3Abw.iudbw.aktuell.tglaerm.laermschbw.immissionsmessstelle