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Alles laut oder was? – Veranstaltung zum Tag gegen den Lärm

Alles laut oder was?“ – dies ist das Motto des 22. Tags gegen Lärm, der am 24. April 2019 stattfindet. Der Organisationsbereich IUD, vertreten durch das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), führte hierzu am 10. April eine interaktive Veranstaltung auf der Bonner Hardthöhe durch. Zielgruppe waren zum einen die Beschäftigten der Bundeswehr auf der Hardthöhe, zum anderen richtete sich die Aktion an jugendliche Schüler, welche vor dem Eintritt in das Berufsleben stehen.

Gruppe von Schülern steht und sitzt im Halbkreis um einen Vortragenden vor einer Stelltafel
Gut besucht: Schülerklasse bei der Veranstaltung im Besucherzentrum (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

Der „Tag gegen Lärm“ ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik. Er hat das Ziel, die Bevölkerung vielseitig über die unterschiedlichen Lärmbelastungen und ihre Folgen zu informieren.  Mit verschiedenen Aktionen und Informationsangeboten wird die Öffentlichkeit nachhaltig über das Thema Lärm aufgeklärt.

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Verschiedene Stationen zum Thema Lärm

Am Aktionstag auf der Hardthöhe wurde den Angehörigen der Bundeswehr und den externen Gästen das Thema Lärm mit unterschiedlichen Ansätzen nähergebracht. Hierzu konnten die Besucher verschiedene Stationen gruppenweise durchlaufen und so das Thema Lärm entdecken. Diese Stationen reichten von der Beantwortung der grundsätzlichen Frage „Was ist Lärm“ bis zur Immissionsmessstelle der Bundeswehr, die ihr gesamtes Leistungsspektrum demonstrierte.

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Lärmverursachung verpflichtet

Männliche Person hinter Rednerpult
Der Abteilungsleiter Gesetzliche Schutzaufgaben Erwin Bernhard begrüßte die Gäste (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

Dass die Bundeswehr Lärm verursacht, ist eine Binsenweisheit“, begrüßte der Abteilungsleiter Gesetzliche Schutzaufgaben im BAUIDBw, Erster Direktor BAIUDBw Erwin Bernhard, am Nachmittag die Beschäftigten der Bundeswehr auf der Hardthöhe zur Veranstaltung. „Aber wir müssen natürlich üben und schießen. Wir haben als Lärmverursacher die Verpflichtung, unsere Soldaten und Mitarbeiter, aber auch die Bevölkerung bestmöglich vor Lärmbelastungen zu schützen. Wir engagieren uns daher gerne zum Tag gegen den Lärm, um aufzuklären, aber auch unsere Maßnahmen aufzuzeigen.

Weibliche Person mit Messgerät in der Hand neben männlicher Person, die etwas erläutert
Vizepräsidentin Hedwig Hoffmann mit Schallpegelmessgerät (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

So konnten die Besucher, darunter auch die Vizepräsidentin BAIUDBw Hedwig Hoffmann, sich an einer Station zunächst mit der Frage „Was ist Lärm?“ beschäftigen. Hier gab es dann auch direkt etwas auf die Ohren: es wurden verschiedene bundeswehrtypische Geräusche aus verschiedenen Entfernungen eingespielt, deren Werte an einem Schallpegelmessgerät verfolgt werden konnten. Wie laut sind fahrende Panzer, Abschüsse von Panzerhaubitzen oder MG-Salven in 2.000, 200 oder 20 Metern Entfernung? Beeindruckend laut, so die einhellige Meinung der beeindruckten Gäste.

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Mit Software gegen zu viel Lärm

Männliche Person steht vor einem Bildschirm mit 3D-Grafik und erläutert jungen Personen gestikulierend
Mit spezieller Software Übungen ausplanen (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

An weiteren Stationen verwiesen die Veranstalter auf die Maßnahmen zum Lärmschutz der eigenen Beschäftigten bei allgemeinen und bundeswehrspezifischen Lärmbelastungen dar oder stellten das Lärmmanagement der Bundeswehr interaktiv vor. Mittels der Software PROPPER und WinLarm wurden live Prognosen zu möglichen Lärmbelastungen erstellt, zum Beispiel bei Schießvorhaben, um solche Übungen dann so wenig lärmbelastend wie möglich auszuplanen.

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Hörtest inklusive

Junge männliche Person von schräg hinten sitzt mit Kopfhörer einer Soldatin an einem Laptop gegenüber
Ein erster Hörtest direkt in der Veranstaltung (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

Auch auf die arbeitsmedizinische Gehörvorsorge wurde eingegangen. Oberfeldarzt Dr. Ingo Kaplan vom Facharztzentrum Bonn sprach über die Früherkennung von Schäden des Sinnesorganes Ohr und wie man seine Funktionsfähigkeit bei Lärmarbeiten möglichst lange erhalten kann. Hier konnten die Teilnehmer auch einen so genannten Siebtest durchführen, mit dem schon recht früh erkannt werden kann, ob ein Problem mit dem Hörvermögen besteht.

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Immissionsmessstelle rundet ab

Nahaufnahme Smartphone, das per Kabel mit einem ebenfalls in einer Hand gehaltenen Messgerät verbunden ist
Ab welcher Lautstärke kann die Musik schädlich wirken? Schneller als gefühlt. (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

Last not least konnte man sich bei der Immissionsmessstelle der Bundeswehr, ebenfalls im Referat GS II 2 des BAIUDBw verortet, davon überzeugen, ab welcher Lautstärke Musik über Kopfhörer schon schädliche Auswirkungen hat. Die Fahrzeuge der Immissionsmessstelle im Außenbereich des Besucherzentrums, die ausführlich mit all ihren Funktionen vorgestellt wurden, rundeten die gut besuchte Veranstaltung ab.

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Berufsschulklassen vor Ort

Auch zuvor war das Besucherzentrum bereits gut gefüllt, denn der Vormittag blieb den externen Gästen vorbehalten. Insgesamt sechs Berufsschulklassen reisten an, um die Ausstellung zu erkunden. „Der Tag gegen den Lärm ist ein öffentlicher Termin, da sollen sich Organisationen wie die Bundeswehr natürlich auch der Öffentlichkeit präsentieren“, so Technischer Regierungsoberamtsrat Tim Raven, der als Grundsatzbearbeiter Schießlärm im BAIUDBw die Veranstaltung in wesentlichen Teilen konzipiert und geplant hat. „Wir haben gerade die Berufsschüler aus technischen Ausbildungsberufen eingeladen, weil diese auch in jungen Jahren schon viel mit dem Thema Arbeitsschutz zu tun haben.

Gruppenbild einer Schulklasse im Halbkreis vor großem Flachbildschirm mit Grafik
Die angehenden Kraftfahrzeugmechaniker aus Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Lehrern und Veranstaltern (Quelle: Bundeswehr/Jenny Bartsch)Größere Abbildung anzeigen

So kamen auch die auszubildenden Kfz-Mechaniker im 3. Lehrjahr der Berufsbildenden Schulen Bad Neuenahr-Ahrweiler mit ihrem Lehrer Michael Smolarek auf die Veranstaltung. „Die Jungs sind ja jetzt schon einigem Lärm ausgesetzt, und zwar sowohl privat als auch in ihrer Ausbildung. Ich wollte, dass sie sich dazu mal ein paar Gedanken machen, da passte diese Aktion natürlich sehr gut“, so Smolarek.

Für ihn wie für seine Schüler wurde es denn auch ein sehr informativer Vormittag, an dem sie Informationen auch zum persönlichen Lärmschutz sammeln konnten. „Und für die Jungs war natürlich auch noch viel Neues dabei.“ Schließlich hat noch niemand von ihnen einen Panzer gefahren oder eine Haubitze gewartet. Aber wie laut es dann werden kann, das wissen sie jetzt.

Ausführliche Informationen über Aktionen der Bundeswehr zum Tag gegen den Lärm und zum Lärmschutz in der Bundeswehr allgemein erhalten Sie über nebenstehenden Link.

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Stand vom: 25.04.2019 | Autor: Carsten Koslowski


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