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718 neue Unterkünfte für Soldaten in Roth

Roth, 18.09.2019, PIZ IUD.

Ein großes Richtfest für ein 45 Millionen-Euro-Projekt feierte die Bundeswehr am 17. September in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth. Die vom Staatlichen Bauamt in Nürnberg betreute Baumaßnahme schafft 718 neue und attraktive Unterkünfte innerhalb der Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv.Attraktiv.Anders.“. Die Fertigstellung eines Rohbaus wird seit dem 14. Jahrhundert traditionell mit einem Richtfest gefeiert.

Zwei weibliche und drei männliche Personen, eine davon in Uniform, stehen vor einem Rohbau, neben sich eine Richtkrone
Inklusive Richtkrone: Die Protagonisten des Richtfestes in Roth (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Der Fachbereichsleiter Hochbau des Staatlichen Bauamtes Nürnberg, Baudirektor Bernhard Mayer, konnte rund 150 geladene Gäste auf der Großbaustelle in der Otto-Lilienthal-Kaserne willkommen heißen. Besonders begrüßte er Ministerialdirektorin Barbara Wießalla, Abteilungsleiterin Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) im BMVg, Ministerialdirektorin Brigitta Brunner als Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, den 1. Bürgermeister der Stadt Roth, Ralph Edelhäußer, den Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz sowie den künftigen Hausherren der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Brigadegeneral Michael Traut.

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Zahlen, Daten, Fakten

Für die künftigen Lehrgangsteilnehmer der OSLw werden 718 Unterkünfte einschließlich zweier barrierefreier Unterkünfte in zwei Bauabschnitten errichtet. Jeweils drei Gebäude gruppieren sich um einen von vier Innenhöfen, die sich alle nach Süden öffnen. Die zwölf dreigeschossigen Unterkunftsgebäude mit eigenem Duschbad sind konventionell in Mauerwerksbau mit Satteldach ausgeführt. Die Abmessungen eines Unterkunftsgebäudes betragen 47,80 Meter in der Länge und 14,10 Meter in der Breite. Die Nutzfläche für ein Gebäude liegt bei 1.384 Quadratmetern, bei insgesamt 12 Gebäuden sind es 16.608 Quadratmeter.

Blick auf einen eingeschossigen Rohbau, hinter dem ein Kran aufragt
Eines der neuen Unterkunftsgebäude im Bau (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Bei der Planung wurde die Ausstattung mit der sogenannten „Neuen Möbelserie" der Bundeswehr berücksichtigt. Internet in Unterkünften wird über das geplante W-LAN-Netzwerk im gesamten Unterkunftsbereich verfügbar sein. Die Baukosten betragen 44,8 Millionen Euro. Im März 2018 starteten die Rohbauarbeiten. Die Nutzungsüberlassung ist für Ende 2021 geplant. Unter dem Bauprojektmanagement des Organisationsbereiches IUD wird die Bundeswehr in den nächsten Jahren rund 172 Millionen Euro am Standort Roth investieren.

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Festrede der Abteilungsleiterin

Ministerialdirektorin Wießalla hatte sich bereits vor dem Richtfest während einer Fahrt über den Campus mit Generalleutnant Gerhartz von der eindrucksvollen Entwicklung beim Ausbau des Standortes Roth überzeugt. „Das Entstehen der neuen Wiege der Luftwaffe persönlich begleiten zu dürfen, ist mir eine Herzensangelegenheit", so Wießalla in ihrer Festrede. Man werde mit den Neubauten eine optimale Lernumgebung für die angehenden Offiziere schaffen.

Weibliche Person hinter Rednerpult im Freien
Ministerialdirektorin Barbara Wießalla hielt die Festrede (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

In den weiteren Ausführungen betonte sie ausdrücklich, wie wichtig diese Eindrücke vor Ort für ihre Arbeit in Berlin seien, um die Maßnahmen und Erfolge richtig einordnen zu können. Wießallas ausdrücklicher Dank richtete sich abschließend nicht nur an die ausführenden Zünfte, sondern an alle am Bau Beteiligten, die mit Kraft und Fleiß zum Gelingen des Bauprojektes beigetragen

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Grußworte

Für seine enthusiastisch vorgetragene Rede benötigte der Bürgermeister der Stadt Roth weder Rednerpult noch Mikrofon. „Dies ist ein guter Tag für Roth, die Trendwenden sind längst überfällig gewesen. Mit einem Fingerzeig in Richtung Zukunft, ist Lehren und Lernen an diesem Standort eine tolle Sache.“  Brunner wiederum bedankte sich beim Staatlichen Bauamt, beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, kurzum bei allen, für die gute Zusammenarbeit. „Wir stellen uns den weiteren Herausforderungen, als nächstes kommt das Herzstück des Campus, das Lehrsaalgebäude. Dank an die Bauleute, denn das Richtfest ist das Fest der Bauleute, die hier im wahrsten Sinnen des Wortes Hand angelegt haben und dies auch weiter tun werden.

Weibliche Person hinter Rednerpult im Freien
Zufrieden mit dem Verlauf der Baumaßnahme: Ministerialdirektorin Brigitta Brunner (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Vor dem Richtspruch erläuterte der planende Architekt, Professor Eckhard Gerber, in seinem Grußwort an die Gäste, seine Überlegungen zur „hohen Kunst des Bauens“. „Architektur hat eine didaktisch-pädagogische Funktion. Architektur ist Ordnung, und Ordnung ist das Leben. Mit Blick auf die entstehende Schule bietet das als Quadrat geplante zentrale Lehrsaalgebäude zugleich Ordnung und Orientierung. Die Unterkünfte sind dabei lockerer angeordnet und leicht in den Wald gelegt. All dies ästhetisch ineinanderzufügen ist der zentrale Aspekt unserer Arbeit. Und wie man hier sieht, ist es uns ganz gut gelungen.

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BBB - Bayern, Bundeswehr, Bauen

Rund zwei Dutzend Personen, einige von ihnen in Uniform, stehen vor Bierzelten
Geladene Gäste des Richtfestes (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Die Bayerische Bauverwaltung konnte trotz der derzeit angespannten Lage auf dem Bausektor  Betriebe mit hoher Fachexpertise auswählen, die mit Professionalität und enormen Engagement einen planmäßigen Baufortschritt ermöglichen. Mit Hilfe moderner Methoden, wie zum Beispiel dem modularen Bauen in Verbindung mit funktionalen Ausschreibungen, möchte die Bundeswehr gemeinsam mit der Bayerischen Bauverwaltung zukünftig Bauprozesse noch weiter beschleunigen.

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Richtspruch und musikalische Begleitung

Zwei männliche Personen in Arbeitskleing stehen auf dem Dach eines Rohbaus, über ihnen hängt eine Richtkrone an einem Kran
Die Richtkrone ist aufgezogen, der Richtspruch wird vorgetragen (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Nach alter Sitte sprach ein Mitarbeiter der Zimmerei Taubmann den Richtspruch – „Das Glas zerspringe in den Grund, geweiht sei dieser Bau zur Stund!“ – und wünschte dem Bauvorhaben eine glückliche, weitere Entwicklung. Musikalisch begleitet wurde das Richtfest von der Fliegerhorstkapelle Kaufbeuren unter Leitung von Klaus Reggel, deren Darbietungen großen Beifall der Gäste fanden.

Blaskapelle auf kleiner überdachter Bühne vor einem Rohbau
Die Fliegerhorstkapelle Kaufbeuren spielte zum Richtfest auf (Quelle: Bundeswehr/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

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Die Offizierschule der Luftwaffe

Die OSLw ist die zentrale Ausbildungsstätte des Offiziersnachwuchses der Luftwaffe und nimmt eine bedeutende Stellung innerhalb dieser Teilstreitkraft der Bundeswehr ein. Der Ausbau der Otto-Lilienthal-Kaserne steht in einem besonderem Fokus, da der Lehrbetrieb der OSLw in 2023 beginnen soll. Folgende Neubaumaßnahmen befinden sich derzeit neben den Unterkunftsgebäuden in Planung und Ausführung: Ein Lehrsaalgebäude mit Bürotrakt, ein Sportzentrum, in Sanitätsversorgungszentrum und weitere Funktionsgebäude.

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Stand vom: 18.09.2019 | Autor: Klaus Sasse


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