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Milliarden für neue Infrastruktur

Bonn, 19.04.2018, PIZ IUD.

Für neue, modernere und noch funktionalere Infrastruktur investiert die Bundeswehr bis zum Jahr 2024 rund zehn Milliarden Euro. Allein 2018 plant das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) mehr als 80 Baubeginne für Neu-, Um- und Sanierungsbaumaßnahmen.

Dreistöckige moderne Neubauten mit heller Fassade. Ringsherum Steine, Kies und Schotter im Baufeld.
Große Baumaßnahmen in der Löberfeld-Kaserne Erfurt (Quelle: Bundeswehr/Marcus Rott)Größere Abbildung anzeigen

Insgesamt rund 33.000 Gebäude in 1.600 Bundeswehr-Liegenschaften betreut die Bonner Behörde in den 16 Bundesländern. Damit erstreckt sich ihr Verantwortungsbereich auf eine Fläche von über 2.600 Quadratkilometern, vergleichbar mit der Größe des Saarlands oder der dreifachen Fläche Berlins. Alle Infrastrukturbelange für diese Liegenschaften werden vom BAIUDBw in Bonn und ihren sieben regional zuständigen Kompetenzzentren Baumanagement (KompZ BauMgmt) in Kiel, Hannover, Wiesbaden, München, Düsseldorf, Stuttgart und Strausberg gesteuert.

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Schnelle und zielgerichtete Realisierung

Ein großer Kran steht vor dem Rohbau einer Sporthalle. Im Vordergrund befindet sich ein Rasenplatz mit einer roten Kunststoff-Laufbahn.
In der von-Hardenberg-Kaserne Strausberg entsteht ein neues Sport-Areal (Quelle: Bundeswehr/Jörg Jankowsky)Größere Abbildung anzeigen

„Die Trendwende Personal als Teil der umfassenden Strukturreform der Bundeswehr stellt den Organisationsbereich IUD und damit auch die Bauverwaltungen der Länder vor große Herausforderungen“, weiß Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger, Abteilungsleiterin IUD im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). „Es ist ganz klar: Wir haben inzwischen auch eine Trendwende Infrastruktur. Daher hat die Beschleunigung der Verfahren höchste Priorität.“ Mit dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) wurde u.a. ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren abgestimmt, um zahlreiche Bauvorhaben schneller umzusetzen. Gerd-Albrecht Engelmann, Leiter Kompetenzzentrum Baumanagement Strausberg: „In den nächsten sieben Jahren beabsichtigen wir rund 460 Millionen Euro in die Kasernen des Landes Brandenburg zu investieren. Eine gewaltige Summe, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und  Landesbauverwaltung (LBV) erfordert.” Hierzu haben sich die jährlich stattfindenden „Runder Tisch“-Gespräche zwischen BMVg und den für die LBV zuständigen Ministerien sowie die jährlich geschlossenen Zielvereinbarungen als wirksames Instrument bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen bewährt.

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Infrastrukturinvestitionen und Große Bauvorhaben der Bundeswehr

Offizieller Spatenstich mit (v.l.) Johannes Nolte (Präsident Landesbaudirektion Bayern), Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger (Abteilungsleiterin für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung im BMVg), Generalleutnant Karl Müllner (Inspekteur der Luftwaffe), Dr. Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr) und Ralph Edelhäußer (1. Bürgermeister der Stadt Roth)
Spatenstich für die neue Offiziersschule der Luftwaffe in Roth (Quelle: Luftwaffe/Eduard Wagner)Größere Abbildung anzeigen

Ähnlich wie in Brandenburg stellt sich die Situation in allen Bundesländern dar. Dabei sind Niedersachsen und Bayern mit mehr als 1,5 Milliarden Euro, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit fast 1 Milliarde Euro, gefolgt von Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz mit über 800 Millionen Euro die Länder mit den derzeit höchsten Investitionsplanungen bis 2024.

Eine Luftbild-Aufnahme einer Großbaustelle im Marinestützpunkte der Bundeswehr in Wilhelmshaven.
Großbaustelle der Bundeswehr: Marinestützpunkt Wilhelmshaven (Quelle: Bundeswehr/Alexander Gottschalk)Größere Abbildung anzeigen

Nachfolgend eine Auswahl von Bundeswehr-Liegenschaften mit derzeit geplanten Infrastruktur-Investitionen von zum Teil weit über 150 Millionen Euro bis 2024:

  • Marinestützpunkt Heppenser Groden, Wilhelmshaven (Niedersachsen)
  • Bundeswehr-Krankenhaus Hamburg
  • Marinearsenal Wilhelmshaven (Niedersachsen)
  • Universität der Bundeswehr München (Bayern)
  • NATO-Flugplatz Wittmundhafen, Wittmund (Niedersachsen)
  • Luftwaffenkaserne, Köln (Nordrhein-Westfalen)
  • Generaloberst-Beck-Kaserne, Sonthofen (Bayern)
  • Marinestützpunkt Eckernförde (Schleswig-Holstein)
Kunststoffmodell des Neubaus am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
Zukunfts-Modell Bundeswehr-Krankenhaus Hamburg (Quelle: Bundeswehr/Andreas Rasche)Größere Abbildung anzeigen

„In diesen und weiteren Liegenschaften über alle Bundesländer hinweg werden wir bis 2024 zahlreiche Infrastrukturprojekte mit Einzelbaukosten bis zu 150 Millionen Euro Baubeginn haben. Exemplarisch möchte ich hier neben den zahlreichen Neubauten von Unterkunftsbereichen in vielen unserer Kasernen den 1. Bauabschnitt des Zielausbaus für das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz mit dem Neubau eines Operations- und Funktionsgebäudes nennen“, zeigt der Abteilungsleiter Infrastruktur des BAIUDBw, Brigadegeneral Dr. Matthias Geitz auf.

Blick auf Stadtlandschaft mit fertigen Häusern und Gebäuden im Bau.
Die Übungsstadt Schnöggersburg der Bundeswehr in der Colbitz-Letzlinger Heide (Quelle: Bundeswehr/Marcus Rott)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Bundeswehr-Liegenschaften mit umfangreichen Bauvorhaben:

  • Hanse-Kaserne Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Bundeswehr-Krankenhaus Berlin
  • Truppenübungsplatz Altmark, Gefechtsübungszentrum des Heeres
  • (Sachsen-Anhalt)
  • Graf-Stauffenberg-Kaserne Dresden, Offiziersschule des Heeres (Sachsen)

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Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor

Eine Frau in Zivil und zwei Männer in Uniform schlagen mit einem Hammer Nägel in einen Holzbalken.
Richtfest auf Hohe Düne in Rostock-Warnemünde (Quelle: Bundeswehr/Jörg Jankowsky)Größere Abbildung anzeigen

„Die Bundeswehr ist der größte Auftraggeber der niedersächsischen Bauverwaltung“, so Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz bei einem der regelmäßig stattfindenden "Runden Tische", bei denen der militärische Infrastruktur-Bedarf kontinuierlich besprochen wird. Auch für die anderen Landesbauverwaltungen ist die Bundeswehr ein bedeutender Arbeitgeber und zugleich großer regionaler Wirtschaftsfaktor. Damit die umfangreichen Aufgaben wie gewünscht beschleunigt bewältigt werden können, stellten Bund und Länder inzwischen zusätzliches Fachpersonal ein.

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Einzelunterkünfte mit eigenem Duschbad und WLAN

Ein vierstöckiges eingerüstetes Wohngebäude im Bau. Der große Baubereich ist durch einen Bauzaun gesichert.
Im Bau: Neues Unterkunftsgebäude in der von-Hardenberg-Kaserne Strausberg (Quelle: Bundeswehr/Jörg Jankowsky)Größere Abbildung anzeigen

Ein Infrastruktur-Baustein der Agenda „Bundeswehr in Führung - Aktiv. Attraktiv. Anders." ist die Modernisierung und Neugestaltung der Unterkünfte der Bundeswehr. Einzelunterkünfte mit eigenem Duschbad heißt der neueste Unterbringungsstandard, der in den nächsten Jahren durch zahlreich anstehende Sanierungs- und Neubaumaßnahmen realisiert werden soll. Darüber hinaus sollen für alle unterkunftspflichtigen Angehörigen der Bundeswehr bis Ende 2020 in den Unterkunftsgebäuden und mindestens einer Betreuungseinrichtung je Liegenschaft ein kostenfreier Internetzugang zur privaten Nutzung eingerichtet werden. Für die Ausstattung der rund 260 Liegenschaften mit WLAN und den Betrieb in den nächsten zehn Jahren investiert die Bundeswehr über 100 Millionen Euro.

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Neue Möbelserie im Test

Neues Mobilar im Dekor Buche steht in einem Einzel-Zimmer
Eine neu ausgestattete Stube für das Wachbataillon BMVg in der Julius-Leber-Kaserne Berlin (Quelle: Bundeswehr/Ismael Akbar)Größere Abbildung anzeigen

Für bereits rund 40.000 Stuben für unterkunftspflichte Soldatinnen und Soldaten ist die erweiterte Ausstattung mit Fernsehgerät, Mini-Kühlschrank, Garderobenspiegel und Stehlampe schon umgesetzt worden. Bis Ende 2018 sollen weitere 15.000 Unterkünfte ausgestattet sein. Seit Mitte 2017 wird zudem eine neue Möbelserie getestet. An den Standorten Berlin, Wilhelmshaven, Mainz, Stetten a.k.M., München und Munster werden sogenannte Test-Stuben von Soldaten bewohnt, die in regelmäßigen Abständen vor Ort zur Qualität befragt werden. Gleichzeitig prüft das Deutsche Institut für Möbeltechnik seit Ende 2017 die Möbelstücke in einem Labor gutachterlich auf Truppen-Tauglichkeit. Ende 2018 soll dann das Vergabe-Verfahren zur Serien-Herstellung der neuen Möbelserie begonnen werden.

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Stand vom: 25.05.18 | Autor: 


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